Ein Haus mit
bewegter Vergangenheit
Vom Café und Künstlerherberge zur heutigen Gastwirtschaft
Als Namenspatron für unser erst vor wenigen Jahren von Grund auf renoviertes und komplett modernisiertes Restaurant steht das ehemalige Café „Zur Überfahrt“. Anfänglich hieß es nur Café "Überfahrt", später kam dann noch das „zur“ dazu.
Der Standort war vor über einem halben Jahrhundert fast derselbe, und es war ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Künstlerherberge und Café. Jetzt heißt es mittlerweile Hotel ChiemseePanorama, und das heutige Restaurant „Zur Überfahrt“ steht nun genau dort, wo früher das damalige Zuhaus des Hofes stand.
Schon damals bewirtete es viele Gäste und beglückte Sie dabei mit der atemberaubenden Aussicht auf das Insel-Berg-Panorama - unter ihnen viele bekannte Maler wie "Maier Hiasl aus Erding", "Carl Gunschmann" und "Max Märtens".
Der folgende historische Text stammt aus einem Zeitungsbericht aus dem Jahr 1953, der die bevorstehende Neueröffnung nach Renovierungsarbeiten ankündigt und lässt uns ein wenig in die Vergangenheit blicken.
Wiedereröffnung des Cafés "Zur Überfahrt"
An einem der schönsten Punkte des Chiemseeufers – in Gstadt steht das „Café zur Ueberfahrt“. Von seiner etwas erhöht liegenden Terrasse geht der Blick hinaus auf das „Bayerische Meer“, dessen gewaltige Fläche in der Frühlingssonne glitzert.
Nach Süden wird der Blick von dem lieblichen Eiland Frauenwörth eingefangen, nach Westen schließt sich die grüne Krautinsel an. Dahinter türmen sich die im Firnschnee schimmernden Berge der Alpen auf: Zwiesel, Staufen, Watzmann, Sonntagshorn, Hochfelln und Hochgern. Die Berge des Achentales grüßen herüber und der „Hausberg“ des Chiemsees, die Kampenwand, schließt die Gipfelkette ab. Unzählige Male wurde dieses liebliche, sich ständig verändernde Bild in Filmen und Gemälden eingefangen.
Zu dieser ursprünglichen Landschaft passend, wurde das „Café zur Ueberfahrt“ modernisiert, es behielt aber dabei seine besondere Note. Wärme und Behaglichkeit stralt das Gästezimmer mit der Holzvertäfelung und dem hochrankenden Efeu aus. Herrlich passen die Gemälde, darunter bekannte Werke von Hiasl Maier, Erding, in diesen Raum, der durch viele Fenster Licht und Sonne hereinläßt.
Das Caféstüberl ist im gleichen Stil gehalten. Der Gast fühlt sich in diesen Räumen rasch wie zu Hause. Das breite, stolze Haus steht nur wenige Meter vom Ufer entfernt. Von seinen Baikonen haben die Gäste in modern eingerichteten Zimmern mit fließendem Wasser eine herrliche Sicht auf See, Inseln und Berge.
Die Küche wurde modernisiert, mit Kühlschränken versehen und Neonlicht eingebaut. Im Hausflur steht ein neues Bierbuffet mit Eisschränken, das beste Kühlung der Getränke gewährleistet.
Im Zeichen gehobener Anforderungen der Gäste ist das Café „ZurUeberfahrt“ für Gstadt als ein Fortschritt zu werten und man kann dem Besitzer Josef Alexander Rappl mit Gattin zur heutigen Wiedereröffung im neuen Gewande nur gratulieren.
Das renovierte Haus stellt auch den am Umbau beteiligten einheimischen Firmen, die sich zum Teil im Anzeigenteil empfehlen, das beste Zeugnis aus.